Die derzeitige internationale Ordnung befindet sich in Aufruhr. Der Widerstand gegen Verstöße gegen das Völkerrecht ist schwach, nicht zuletzt aufgrund der weit verbreiteten Missachtung des Rechts. Gleichzeitig nehmen der Einsatz und die Manipulation von Emotionen durch politische Entscheidungsträger ebenso zu wie ihre Angriffe auf das Völkerrecht. Diese Untergrabung betrifft insbesondere das Streben nach einem Recht, das nicht nur weltweit angewendet wird, sondern auch von allen Bevölkerungsgruppen geteilt wird und in diesem Sinne „universell” ist.
Die Konferenz "International Law and Emotions: Recovering Universality?" möchte untersuchen, wie, durch wen und welche Emotionen zur aktuellen Erosion der Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit des Völkerrechts beitragen. Wie wird die Konstruktion von Emotionen über Zeit, Ort und Kultur hinweg geprägt? Können wir Emotionen identifizieren, die zur Stärkung oder Schwächung des Universalitätsanspruchs des Völkerrechts beitragen?
Diese Fragen werden mit Referenten und Teilnehmern aus den Bereichen Rechtswissenschaften, Psychologie, Anthropologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichte, Literaturwissenschaft und Computerlinguistik diskutiert.
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Im Gerichtssaal sollen Urteile auf Grundlage von Fakten und Beweisen gefällt werden, unabhängig von Emotionen. Doch gelingt es der Justiz wirklich, menschliche Gefühle auszublenden?
Terry Maroney blickt hinter die Fassade der juristischen Nüchternheit. Sie zeigt, wie Stress, Zufriedenheit und der Umgang mit Emotionen darüber entscheiden, ob Verfahren als gerecht empfunden werden – und was das über uns alle verrät.
Dem Vortrag folgt eine Diskussion mit Jonas Bens, Heisenberg-Professor für Ethnologie an der Universität Hamburg, und Prof. Dr. Anne Peters, Direktorin am MPIL Heidelberg.
Die Referentin, Terry A. Maroney, ist Professorin für Rechtswissenschaften, Medizin, Gesundheit und Gesellschaft an der Vanderbilt University in Tennessee, USA, mit den Schwerpunkten Fehlurteile und Jugendstrafrecht.
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Ein Kolloquium anlässlich der Veröffentlichung des Buches "Respecter les droits sociaux dans les chaînes de production mondiales. Les directives sur le reporting et le devoir de vigilance en matière de durabilité et le droit social".
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Seminar des IREDIES zum Thema "La Cour européenne des droits de l’homme face aux défis actuels : le regard d’un ancien juge" von Linos-Alexandre Sicilianos (Professor für internationales Recht an der Universität Athen und ehemaliger Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (2019-2020))
Die Veranstaltung wird organisiert von Frau Professorin Evelyne Lagrange und Herrn Professor Paolo Palchetti.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier (auf französisch).
Der Vortrag gliedert sich in die Vortragsreihe "Europäer im Gespräch" ein.
Die Europäer im Gespräch knüpfen an die große Salontradition in Deutschland an, um zu diskutieren, was als europäische Identität umschrieben werden kann: Europas Vielfalt gestern und heute. Freuden und Sorgen, die uns zusammenführen. Und die jahrhundertealte Sorge um die Suche nach Frieden und dessen Aufrechterhaltung.
Referent: Prof. Dr. Armin von Bogdandy (Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg)
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Eine gemeinsame Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) anlässlich des 75. Jahrestags der Unterzeichnung der Europäischen Menschenrechtskonvention.
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Angesichts globaler Krisen sowie einer gleichzeitigen Krise des Multilateralismus stehen die Vereinten Nationen (UN) vor besonderen Herausforderungen. Inwieweit stehen sich die UN dabei institutionell selbst im Wege? Braucht es die UN noch? Was können sie noch leisten? Welche strukturellen Reformen könnten die UN wieder handlungsfähiger machen?
Mit diesen Fragen setzen sich die ReferentInnen im Rahmen ihrer Diskussion auseinander.
Referentin und Referenten:
- Karin Nordmeyer (Ehrenvorsitzende des UN Women Nationales Komitee Deutschland)
- Prof. Dr. Rolf Steltemeier (Direktor der United Nations Industrial Development Organization Deutschland)
- Jan Dirk Herbermann (langjähriger Korrespondent vom UN-Sitz in Genf)
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Die juristische Fakultät der Sorbonne, die Universität Straßburg, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer veranstalten in Zusammenarbeit mit der Universität Mailand und dem Max-Planck Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (MPIL) in Paris das 19. Deutsch-Französische Jahrestreffen zur Rechtsvergleichung im Öffentlichen Recht, Völkerrecht und Europarecht unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. David Capitant (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne).
Das Seminar findet im Rahmen des deutsch-französischen Doktorandenkollegs „Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht angesichts der europäischen Integration“ und der deutsch-französischen akademischen Partnerschaft „HeiParisMax“ statt und wird durch die Deutsch-Französische Hochschule gefördert. Leitthemen des Seminars sind aktuelle Entwicklungen des vergleichenden öffentlichen Rechts (Verfassungs- und Verwaltungsrechts) in Europa sowie des Völker- und Europarechts.
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Die kommende Masterclass mit den Professoren Floris de Witte und Bruno de Witte wird vom 10. bis 13. Juni 2025 am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg stattfinden.
So wie sich die EU verändert, verändert sich auch ihr Recht. Die politischen Prioritäten der EU sind nicht mehr der Binnenmarkt und die Technik der Integration ist nicht mehr nur das Recht. Die EU und ihre rechtlichen Anforderungen sind umstrittener als je zuvor und werden zunehmend als ideologische Vorgabe für die Entwicklung der Integration gesehen. Was bedeutet dies für das EU-Recht? Was sind seine Qualitäten, seine Grenzen und seine ideologischen Voraussetzungen? Sollten wir die Rolle des EU-Rechts neu überdenken? Welche methodischen Ansätze können zu einem kritischeren oder differenzierteren Bild des EU-Rechts (und seiner Rolle) führen?
Mit diesen und noch anderen Fragen beschäftigt sich der diesjährige Workshop.
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Diese Master Class wird das Verständnis für die gegenwärtige Transformation des EU-Verfassungsrechts im Lichte der geopolitischen und internen Verwerfungen unserer Zeit vertiefen.
Sie wird von Prof. Dr. Armin von Bogdandy in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Vergleichendes Öffentliches Recht an der Humboldt University School of Law veranstaltet.
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